Mittwoch, 14. Februar 2018

Leben wie in einer Luftblase…

Der Abend mit meiner Freundin hat mir gutgetan und
mit meiner Trauerarbeit bin ich leider nur
ein kleines Stückchen vorran gekommen.
Da stellte sich die nächste Herausforderung für mich.
Lange hab ich überlegt,
wie ich es beschreiben soll und
ob ich davon überhaupt berichte.
Das was ich gerade persönlich erlebe.
Bei mir spüre.
Kurz nach dem ich meinen letzten Post geschrieben habe,
wurde bei mir ein Muttermal entdeckt,
das sich verändert hat.
Bei dem untersuchenden Arzt stand sofort fest:
Das muss sofort operativ entfernt werden.
„Da sollten sie nicht länger mit warten.“
Okay.
Mir war das Muttermal ja auch aufgefallen,
sonst hätte ich ja keinen Termin zum Sreening vereinbart,
dachte ich so bei mir.
Schwubs, weg war er.
Ohne dass ich eine Möglichkeit bekam
weitere Fragen zu stellen.
Bei der Arzthelferin
fragte ich dann nach einem Op-Termin.
Frühestens im April.
Ich erklärte ihr das die Op
nach Einschätzung des Arztes
zügig vorgenommen werden müsste.
Darauf bekam ich
eine schnippische Antwort: das geht erst ab April.
So, das reicht dachte ich bei mir.
Ich brauche schnell eine zweite Meinung.
Ich bin dann raus aus der Praxis.
 
Zu Hause angekommen
besorgte ich mir einen Termin bei einer anderen Hautärztin.
Zwei Tage später saß ich schon in ihrem Besprechungszimmer.
Sie erklärte mir alles ganz genau.
Zeigte mir vergrößerte Aufnahmen vom Muttermal und
erklärte mir welche Schritte sie
bei dieser Diagnose gehen möchte.
Um eine Op komme ich nicht herum und
ganz ehrlich je schneller ich Gewissheit habe
ob das nun gut- oder bösartig ist, desto besser.
Bei dieser Hautärztin fühle ich mich gut aufgehoben.
 
Auf dem Weg nach Hause
kam ich dann doch ins Grübeln.
Viele Fragen schwirren mir seitdem durch den Kopf.
Mein Gedankenkarussel dreht sich ständig und
irgendwie scheine ich in einer Luftblase zu leben.
Das fühlt sich alles so komisch an…so unwirklich.
 
Zack!
Von einer auf die andere Minute
wird mal alles kräftig durch geschüttelt…
 
Als wenn ich das nicht schon gehabt hätte und
das ist noch gar nicht lange her.
 
Mit nem dumpfem Gefühl im Bauch, im Kopf und im Herzen
möchte ich das hier mal so stehen lassen.
 
Es war mir einfach ein Bedürfnis diese Zeilen zu schreiben.
 
 
 


Freitag, 19. Januar 2018

Mir ist gerade so,


 
als müsste ich für die,
die nicht mehr unter uns weilen,
einen Ort schaffen.
 Hier in unserer Wohnung.
.
Als eine Art Trauerarbeit?
.
(Während ich das hier schreibe,
spüre ich,
das wir nicht viel Zeit zum Trauern hatten.
Die nächsten Hiobsbotschaften
folgten ja so schnell aufeinander,
dass wir nur noch agieren konnten.
Wir funktionierten nur noch.)
.
Wie könnte meine/unsere Trauer aussehen?
.
...lange habe ich heute Abend
über diese Frage nachgedacht.
Zur richtigen Zeit bekam ich einen Anruf.
Nun sitze ich mit meiner Freundin und Wegbegleiterin
in meinem "Seelenraum".
Wir haben uns eine passende Atmosphäre geschaffen.
Ich möchte mit ihr heute Abend versuchen
den Beginn meiner Trauerarbeit zu wagen.
.
Egal, wie heftig es auch wird.
Ich fühle mich bei ihr gut aufgehoben.
.
 
 
 
 

Manchmal zeigt das Leben dir Wege …


 
…die du so eigentlich nicht gehen wolltest.
.

Dieser Satz begleitet mich nun schon einige Wochen.

 Eine gewisse „Normalität“ hat sich eingestellt.

Irgendwie muss es ja weitergehen.

 .

Im letzten Post schrieb ich, dass ich mich verloren hätte.

Das Gefühl hab ich immer noch.

Es war in den letzten Monaten und Wochen einfach zu viel.

Ich habe glaube ich nur noch funktioniert.

.

„Meine Rauhnächte“

waren für mich eine gute Möglichkeit

wieder etwas Zeit für Dinge zu haben,

die nur mich betrafen.

.

Mit einer lieben Weggefährtin aus dem Frauenkreis

treffe ich mich wieder.

In gemeinsamen Gesprächen entdeckten wir

das wir immer noch sehr eng verbunden sind.

Bei unseren Treffen

versuchten wir uns in Meditationen und besonderen Reisen.

Wir ergänzen uns dabei sehr.

Diese Treffen geben mir viel Kraft.

.

Ich brauche sicherlich noch etwas,

bis ich hier wieder regelmäßig bloggen werde und

hoffe auf euer Verständnis und

auch weiterhin auf eure Besuche und Kommentare.

.

Herzliche Grüße

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Jahresrückblick 2017


Tja, das letzte Jahr war gerade in den letzten Monaten
eines der schwersten Jahre in meinem Leben.
Ich war stark für meinen Mann und für meine Kinder und
 habe sie in ihrer Trauer so gut ich es konnte begleitet.
Habe anderen Menschen die mir viel bedeuten zur Seite gestanden
als sie ihre Krankheitsdiagnosen bekamen.
Wenn sie ihren Gedanken freien lauf ließen und
ich ihre Hoffnungslosigkeit spüren konnte,
war es auch für mich an manchen Tagen schwer.
Dann brauchte auch ich jemanden, der mir die nötige Kraft gab.
Ich hoffte auf euer Verständnis,
das ich mich hier aus diesen Gründen sehr rar gemacht habe.
In meinem Kopf herrscht noch immer eine große Leere.
In der kommenden stillen Zeit
werde ich mir die Zeit nehmen,
um mich wieder zu finden.
Ich habe mich glaube ich verloren....
Vieles von dem was ich mir eigentlich für dieses Jahr
noch vorgenommen hatte,
werde ich so nicht mehr umsetzen können.
Ich werde es überdenken und vielleicht auch verwerfen.
Neues möchte ich trotz allem beginnen.
In den letzten Tagen
 habe ich "meine Rauhnächte" begonnen.
Sie geben mir gerade viel und spüre ihre magischen Kräfte.
Auch einige meiner ehemaligen Weggefährtinnen
aus unserem Frauenkreis habe ich wieder getroffen und
mit ihnen bin ich scheinbar immer noch sehr verbunden.
Kennt ihr das,
man sieht sich eine ganze Zeit lang nicht und
man kann nahtlos dort wieder anknüpfen,
wo es aufgehört hat aus welchen Gründen auch immer?
Das tut richtig gut.
 
Vielleicht kommt ja auch mit jedem Mal,
wo ich in euren Blogs lese
die Freude zurück mit dem Bloggen weiter zu machen.
Ich wünsche euch eine gute Zeit...
 
 

Freitag, 1. September 2017

Ich kann es immer noch nicht fassen.


Ich finde gerade keine Worte, mein Kopf ist so leer.

Sechzig Jahre ein gemeinsamer Lebensweg, so plötzlich unterbrochen.
Es ist als würde sie jeden Moment zur Tür rein kommen…
die Oma meiner Kinder.

Wie wird mein Schwiegervater 
mit dreiundneunzig Jahren mit diesem Schicksalsschlag umgehen?

Sie war doch immer die starke Frau an seiner Seite…

Freitag, 4. August 2017

Wasser ist für mich etwas besonderes…




…obwohl es in unseren Breiten überall vorkommt. Ich gehe mit ihm täglich um.
Wir könnten viele Tage ohne Nahrung auskommen aber nur wenige ohne Wasser. Dieses Element ist die Wiege des Lebens. Es kommt in einer unübersehbaren Formenvielfalt vor.



Meine letzten Wochen waren davon geprägt, mich diesem Element auf vielfältige Weise zu nähern.
Da waren die Spaziergänge am Meer in der Gezeitenzone und an den Alpseen,




den besonderen „Wasserbegnungen“ an Gletscherflüssen- und Gebirgs- und kleinen ruhig dahinfließenden Wiesenbächen. 



Den Besuchen an bekannten und unbekannten Quellen. Das eintauchen ins Wasser beim Schwimmen. Das Segeln auf einem kleinen Bötchen, die ruhigen abendlichen Stunden am Meer. Gerne habe ich diese Ausflüge mit kleinen Ritualen gepaart was mir zu Beginn schwer gefallen ist. Mit dem Tun entwickelte ich eine befreite Art meine Rituale, Meditationen und Übungen durchzuführen.





Auf einer Motorradtour durch die italienischen Nordalpen kamen wir durch Täler in denen sich einmal große Bergflüsse ihr Flussbett gegraben hatten. Mit welcher Macht sich hier das Wasser irgendwann einmal seinen Weg bahnen konnte, konnten wir an den riesigen mitgeführten Steinen erkennen, die im nun ausgetrockneten Flussbett lagen, was mich sehr nachdenklich stimmte.

Welch imposantes Schauspiel würde dieser Bergfluss uns bieten, würde er Normalwasser führen! Man konnte deutlich erkennen, das in dieser Bergregion in den letzten Wochen, wenn nicht sogar Monaten nicht viel Regen gefallen war.

Nachdenkliche Grüße


Mittwoch, 26. Juli 2017

Elementealtar - Feuer





Zum Abschluß dieser Elementewochen, in denen ich ja, wie berichtet, anfänglich so meine Schwierigkeiten hatte, möchte ich nur kurz meinen Elementealtar zeigen. 



Er steht in meinem Seelenraum.


Liebe Grüße